Double Bill – Adom Mudulations // fleischlos

Double Bill – Adom Mudulations // fleischlos
Samstag | 24. März 2018 | 20:00 Uhr


ADOM MODULATIONS

ADOM steht im Hebräischen für „Rot“. DAM – Blut, ADAM – der erste Mensch und ADAMA – Erde.
Alle Begriffe haben eine starke Verbindung, die sich in einem choreografisch dichten, hoch musikalischen Duett entwickeln. Zwei feingliedrige Körper in einem Netz aus komplexen Bewegungsfiguren.
Die Körper streben nach dem aufrechten Gang, straucheln, wanken, den Absturz ins Bodenlose vor Augen.
Ihre Bewegungen finden Fortsetzung im Körper der anderen, sie sind einander Stütze und Fortbewegung. Eine helfende Hand ist so immer auch ein körperliches Abhängigkeitsverhältnis.
So entwickelt sich der Tanz zu erwünschten und unerwünschten Abhängigkeitsverhältnissen.
„ADOM war zunächst eine Skizze, die sich von Vorstellung zu Vorstellung weiterentwickelte. Es kristallisierte sich eine spezifische Bewegungsqualität der zwei Körper zueinander und zum Boden heraus.
ADOM MODULATIONS ist eine Revision der ursprünglichen Fragen und ermöglicht mir zugleich an sie anzuknüpfen und sie weiter zu entwickeln.“ [Zufit Simon]

Choreografie: Zufit Simon
Tanz: Lois Alexander, Zufit Simon
Musik: NACKT, Robert Merzdo
Licht: Dietrich Oberländer

Produktion: artblauTanzwerkstatt, Braunschweig
Gefördert mit Mitteln des Landes Niedersachsen und tanznacht Berlin.

FLEISCHLOS

Die Idee für das Tanzsolo entstand aus der Beobachtung von alltäglichen Situationen allein und mit anderen. Welche Form und Art der Selbstbeobachtung und -überwachung meiner Verhaltensweisen hat welche bewussten und unbewussten Bewegungen zur Folge?
Mein Körper folgt bewussten und unbewussten/ intuitiven Reaktionen, die sich zu komplexen Bewegungen entwickeln und so eine Ganzheit herstellen.

Choreografie, Tanz: Zufit Simon
Sound: Alexander Grebtschenko
Licht: JOM

Produktion: artblau Tanzwerkstatt, Braunschweig
Gefördert mit Mitteln des Landes Niedersachsen.

Zufit Simon:
In Israel geboren, schloss ihr Abitur dort mit Tanzabschluss ab und studierte klassischen und zeitgenössischen Tanz in Frankfurt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Seit 1999 tanzte sie in verschiedenen Kompanien u.a. mit Christoph Winkler, Ingo Reulecke, Sabine Glenz und Micha Purucker. Mit „fleischlos“ gewann sie 2005 den 3. Preis für das beste deutsche Tanzsolo bei der euroscene/Leipzig, den Publikumspreis für „diminuendo2“ beim Vorort-Festival/Münster 2007 und den 3. Preis beim Internationalen Choreografiewettbewerb/Hannover für „Meine Mischpuche“, das im Rahmen des Tanz im August– Festivals 2008 Premiere hatte. 2010 wurde sie mit dem Solo „fleischlos“ nach Dar Es Salam in Tansania eingeladen. Mit der Tanzperformance „ich(a)“, eröffnete sie das Herbst-Festival in den Uferstudios im September 2011. Im Jahr darauf wurde sie vom Goethe-Institut Moskau eingeladen, in Kasan / Russland ein Stück mit der Chamber Ballet Panther Dance Company zu entwickeln. Aus der Zusammenarbeit mit dem Komponisten Alexander Grebtschenko entstand die Arbeit „Wild Thing“. Aus dieser Arbeit heraus entwickelte sich das choreografische Konzert „I LIKE TO MOVE IT“. Diese Produktion war in der Auswahl der Tanzplattform Deutschland 2014 in Hamburg. In Zusammenarbeit mit dem Regisseur Moritz Schönecker eröffnete sie 2013 mit „Sepsis – das System ist vergiftet“ das Festival „Theater in Bewegung“ am Theaterhaus Jena. Zuletzt vollendete sie den dritten Teil ihrer Trilogie über die Zusammenhänge zwischen Körpersprache und Emotion. Nach dem Duett „never the less“, dem Solo „all about nothing“ feierte das „Trio piece of something“ beim Festival RODEO MÜNCHEN im Oktober 2014 seine Uraufführung.

Ticketreservierungen an tickets@theaterhaus-jena.de oder unter 03641/886944.